Gestern fand eine Ratssitzung statt, bei der vor allem über unsere Schwimmbäder gesprochen wurde. In einem Zeitungsartikel von heute konnte man lesen, dass die Stadt Diepholz eine schwierige Entscheidung für das Gemeinwohl getroffen hat: Sie hat beschlossen, einen Prozess fortzusetzen, der sehr teuer ist.
Anbei der Redebeitrag unseres Fraktionsmitglieds Dagmar Trümpler:
Meiner Fraktion liegt das Bäderthema sehr am Herzen. Schwimmbäder sind wichtige Angebote in den Kommunen. Sie sind Orte für die wohnortnahe Freizeitgestaltung. Hier können die Kinder Schwimmenlernen und spielen, Menschen jeden Alters unkompliziert Sport machen und oder sich einfach nur entspannen. Nicht zuletzt sind Bäder auch Orte der Begegnung, an denen man nicht nur Freunde und Bekannte treffen kann, sondern hier kommt man auch mit Menschen in Kontakt, mit denen man im Alltag sonst nicht so viel Berührungspunkte hat. Das ist wichtig für die Stadtgesellschaft.
Mit dem heutigen Beschluss beginnen wir den offiziellen Planungsprozess. Es sind allerdings schon viele Vorüberlegungen gemacht worden, die ihren Ausgangspunkt in der Beauftragung der Stadtwerke für eine konzeptionelle Entwicklung vor einem Jahr hatten. Wir begrüßen es sehr, dass die Stadtwerke den Planungsprozess transparent gestalten wollen und schon gemachte Anregungen aus dem letzten Jahr im jetzt anstehenden Planungsprozess überprüft werden sollen. Dazu gehört der in unserer Umfrage von vielen Bürgerinnen und Bürgern geäußerte Wunsch nach einem größeren Angebot an 50m-Bahnen oder auch das in der politischen Diskussion geäußerte Anliegen nach einer Sprunganlage im Außenbereich als Angebot für Jugendliche. Positiv bewerten wir auch, dass in dem Beschlussvorschlag die unterschiedlichen energetischen Ausführungen des Bades explizit genannt werden. Aus unserer Sicht spricht natürlich alles für ein Positiv-Energiegebäude, denn schließlich bauen wir das Bad für die nächsten Jahrzehnte und die Klimakrise erlaubt keine halbherzigen Lösungen.
Wenn nicht das liebe Geld wäre, könnten wir dem Projekt Allwetterbad ohne Zögern zustimmen. Leider ist die finanzielle Situation der Stadt Diepholz nicht so, dass wir dieses Projekt ohne Bauchschmerzen angehen könnten. Es ist deshalb gut, dass verschiedene Stoppmöglichkeiten vorgesehen sind. Wir alle sollten diese Stoppmöglichkeiten jeweils sehr ernsthaft diskutieren, damit die Stadt sich nicht finanziell übernimmt und andere essentielle Dinge wie die Kinderbetreuung oder die Schulstandorte darunter leiden müssen. Unter dieser Prämisse und in der Hoffnung, dass sich im Verlauf des Prozesses Lösungen finden lassen, an die wir jetzt noch nicht denken, stimmen wir dem Beschlussvorschlag zu.

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