Moorschutz ist Klimaschutz – und Diepholz liegt mittendrin.
Die Diepholzer Moorniederung ist die Landschaft, in der wir leben und arbeiten. Die Identität der Diepholzer*innen ist eng mit dem Moor verwoben – vom Aschener Moor mit seinem Bohlenpfad bis zu den weiten Niederungen, die unsere Stadt umgeben.
Doch das Moor ist weit mehr als Kulisse: Unsere Moore sind der größte lokale Kohlenstoffspeicher. Intakte, nasse Moorböden binden Kohlenstoff dauerhaft – trockengelegte Moore dagegen geben ihn Jahr für Jahr als CO₂ wieder ab. Jeder Hektar wiedervernässtes Moor ist deshalb gelebter Klimaschutz, direkt vor unserer Haustür.
Unser Ziel: Die Kreisstadt Diepholz geht bei der Erhaltung der Moorböden voran – gemeinsam mit Landwirtschaft, Naturschutzverbänden und den Menschen vor Ort.
Dafür setzen wir uns ein:
- Wiedervernässung voranbringen. Die Stadt soll alle aktiven Akteur*innen noch stärker dabei unterstützen, unsere Moore wieder zu aktiven Kohlenstoffspeichern zu machen.
- Paludikultur fördern. Nasse Moorböden lassen sich weiter bewirtschaften – etwa mit Schilf, Rohrkolben oder Torfmoosen. Diepholz soll sich als Partner für Paludikultur-Projekte in der Moorniederung etablieren und der Landwirtschaft so neue Perspektiven eröffnen, statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.
- Kein Biogas-Mais von Moorböden. Energiepflanzenanbau auf entwässertem Moor schadet dem Klima doppelt. Biogasgewinnung zur Strom- und Wärmeerzeugung darf nicht auf Maisanbau auf Moorböden aufbauen.
- Torffrei gärtnern. Jeder Sack Torferde wurde einem Moor entnommen. Wir wollen die Diepholzer*innen für torffreie Blumenerde sensibilisieren – im Baumarkt beginnt Moorschutz ganz praktisch.
Diepholz kann sich mit Vorbildprojekten im Moorschutz weit über die Region hinaus einen Namen machen. Die Voraussetzungen liegen direkt vor unserer Tür – nutzen wir sie.
